Kamikaze
Todesbefehl für Japans Jugend. Überlebende berichten

Iudicium München, 2000

Sie gelten noch immer als die tapfersten Piloten der Geschichte: Mehrere tausend junge Männer, die sich im letzten Jahr des Zweiten Weltkrieges vor Japans Küsten auf feindliche Schiffe stürzten, um so von Vaterland und Kaiser noch die Niederlage abzuwenden. Der Mythos des freiwilligen, heldenhaften Todesfliegers hat seitdem im Westen im Begriff der "Kamikaze" überlebt. Doch die Wirklichkeit war anders. Überlebende schilderten sie einem ARD-Team - für eine später mit dem Grimme-Preis prämierten Dokumentation.

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Pressestimmen

„Klaus Scherers Dokumentation zeigt erstmals für deutsche Leser, wie die meisten der vermeintlichen Helden in Wirklichkeit von japanischen Militärstrategen in den Tod getriebene Kinder waren.“

Georg Blume, Die Zeit

„Es gibt zu diesem Thema nichts vergleichbar Berührendes und Aufklärendes.“

Harald Pilzer, ekz-Informationsdienst

„Scherer muss gar nicht versuchen, die Umstände zu kommentieren, unter denen junge – sehr junge – Männer ‚überredet’ wurden, Selbstmord zu begehen. Die Antworten der Überlebenden sprechen für sich.“

Peter Sturm, Frankfurter Allgemeine Zeitung

„Scherer beschreibt, was Japans legendäre Piloten Ende des Zweiten Weltkriegs tatsächlich zu ihren Selbstmord-Missionen trieb.“

Tobials Micke, Kronenzeitung Wien

„Selbst wer den Film nicht gesehen hat, wird von diesen Erinnerungen gepackt und berührt. Sie schildern eine Strategie, die sinnloser kaum sein konnte, und eine politisch-militärische Führung, die in ihrer Menschenverachtung keine Grenzen mehr kannte.“

Holger Dohmen, Hamburger Abendblatt

„Der Autor, ein in Japan arbeitender ARD-Korrespondent, recherchierte für das Buch sehr gründlich und belegt durch zahlreiche Interviews mit abgeschossenen und nordgelandeten Kamikazepiloten, dass die bisher immer wieder hervorgehobene Freiwilligkeit für einen Kamikazeeinsatz nicht den Tatsachen entsprach.“

Österreichische Militärzeitschrift

„Ein neues Buch zerstört den Mythos vom Heldentum der Kamikaze-Piloten.“

Markus Albers, Welt am Sonntag